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Webinar: “Wenn die Luft brennt. Klimaschutzkritik von rechts kontern!” am 18. Januar 2021 um 18 Uhr via Zoom

Wenn die Luft brennt. Klimaschutzkritik von rechts kontern!

Klimawandelleugnung, Angriffe gegen Aktivist*innen, völkische Instrumentalisierung der industriepolitischen Krise – die extreme Rechte will das Thema Klimaschutzkritik besetzen. Das Seminar (auch als Webinar möglich) setzt sich mit extrem rechten Interventionen rund um das Thema Klimaschutzdebatte auseinander und bezieht dabei die situativen Erfahrungen der Teilnehmer*innen in den Übungen mit ein. Sowohl inhaltlich, als auch in interaktiven Methoden üben die Teilnehmer*innen praxisorientiert welche Reaktionen helfen können, sich gegen Klimawandelleugnung, rechte Industriepolitik und Verschwörungstheorien zur Wehr zu setzen. Das Seminar fokussiert auf den Umgang mit Argumenten, die von (extrem) rechten Akteur/innen genutzt werden und kann eine Beschäftigung mit allgemeinen Argumenten in der Klimaschutzdiskussion nicht ersetzen.

Das Seminar/ Webinar stärkt dafür die Kommunikationspraxis: diskutieren, positionieren, etwas anderes tun? Die Teilnehmenden schärfen ihr Bewusstsein dafür, wie sie in diesen Situationen jeweils sinnvoll handeln können und wollen. Auf der Argumentationsebene behandeln wir eine Auswahl von Argumentationsmustern rund um Klimaschutzkritik, die von (extrem) rechter Seite eingebracht werden sowie natürlich eigene Gesprächsstrategien, die dann live ausprobiert werden können.

Online-Seminar: Grundlagen des Asylrechts – Ansätze Kommunaler Flüchtlingspolitik

24.11.2020 um 17 Uhr via Zoom / Hier anmelden

Mehr als 79 Millionen Menschen sind weltweit angesichts von Kriegen, Krisen, Armut und Verfolgung auf der Flucht. Nur ein kleiner Teil dieser Geflüchteten schafft es nach Europa und ein noch kleinerer Teil wiederum nach Deutschland. Für diese Geflüchteten sind dann Bund, Länder und Kommunen gemeinsam verantwortlich das Grundrecht auf Asyl zu gewährleisten.

Die Landkreise und Gemeinden leisten hierbei mit der Unterbringung, Versorgung und sozialen Betreuung wichtige Aufgaben. Hier entstehen wichtige Berührungspunkte für die Kommunalpolitik. Doch für manche*n Kommunalpolitiker*in schreckt der Blick in das ziemlich komplexe Asylrecht oft ab. Gleichzeitig erreichen uns in der Kommunalpolitik immer wieder auch Anfragen beispielsweie von Geflüchteten oder von Initiativen. Daher ist ein solides Grundwissen zum Themenbereich “Asyl” von großer Bedeutung.

In einem Online-Seminar via Zoom wollen wir Euch daher die wichtigsten Grundlagen des Asylrechts vermitteln und mit Euch anschließend einige mögliche Ansätze für die kommunale Flüchtlingspolitik besprechen.

Für das Seminar konnten wir Ellen Könneker vom Flüchtlingsrat Thüringen e.V. gewinnen. In ihrem dem Vortrag wird Sie Euch einen Überblick über die Grundlagen des Asylrechtes und den Ablauf eines Asylverfahrens gegeben. Dabei werden Begrifflichkeiten, wie z.B. Gestattung, Asylanerkennung, Dublin-Zuständigkeit, Ausreisepflichtige, rechtlich eingeordnet. Auch wird auf die unterschiedlichen behördliche Zuständigkeiten sowie Beratungs- und Unterstützungsstrukturen für Geflüchtete in Thüringen eingegangen.

Anschließend wird Euch Tino Gaßmann (DAKT e.V., flüchtlingspolitischer Referent der grünen Landtagsfraktion) einige kommunalpolitische Ansätze in der Flüchtlingspolitik vorstellen. Im Online-Seminar soll es auch ausreichend Zeit und Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch geben.

Hinweis: Beachten Sie bitte, dass die Veranstaltung als Online-Seminar durchgeführt wird. Zur Teilnahme benötigen Sie einen Computer/ Laptop mit Internetzugang und der Möglichkeit Ton abzuspielen. Eine Kamera benötigen Sie NICHT. Sie können Ihre technischen Voraussetzungen unter zoom.us/test überprüfen.

Informationen für die Nutzung von „Zoom“

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Tagung im Klimapavillon skizzert Thüringens Weg aus der Wachstumsgesellschaft




Ein Beitrag von Sebastian Götte.

Wie können wir unsere Zukunft gestalten, ohne dabei auf immerwährendes Wachstum setzen zu müssen? Das ist eine der wichtigsten Fragen unserer Zeit. Für Thüringen war sie Thema einer Tagung im Mai, die im Klimapavillon auf dem Beethovenplatz in Weimar stattfand. „Wohlstand neu definieren – Thüringens Weg aus der Wachstumsgesellschaft“ suchte durch eine Mischung aus fundiertem Input und fokussierten Workshops nach Ansätzen dafür, wie Wirtschaft und Gesellschaft wachstumsunabhängig gemacht werden können. Denn wie Daniel Constein vom Umweltbundesamt, einer der beiden Keynote-Speaker, es formulierte: „Es geht nicht um Grünes Wachstum oder Schrumpfen, sondern um Freiheit von der Wachstumsabhängigkeit – um Wachstumsunabhängigkeit.“

Nach einem Grußwort von Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund legte Daniel Constein mit seinem Input den fachlichen Grundstein für die folgenden Diskussionen. Er ging zunächst auf die Frage ein, warum wir uns mit dem Thema Alternativen zum Wachstum beschäftigen (müssen), bevor er einige praktische Ideen für die politische Umsetzung entwarf. Am Ende ging er darauf ein, wie mehr Menschen für das Projekt – sei es Wachstumsunabhängigkeit, Postwachstum oder Suffizenz genannt – gewonnen werden können. Ihm folgte Prof. Dr. Felix Ekardt von der Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik und Vorsitzender des BUND Sachsen mit einem sehr eindrücklichen Plädoyer für eine Wachstumswende. In diesem stellte er zunächst die etwas ernüchternde Realität dar, brachte aber gleich darauf seine Vorschläge, was zu tun sei, zur Diskussion.

Nach den beiden Vorträgen waren die Köpfe der rund 70 Teilnehmer*innen gefüllt mit Fragen und Ideen. Gut, dass nach der Mittagspause die thematischen Workshops zur Mitarbeit einluden. Die Teilnehmer*innen konnten wählen zwischen der Gestaltung politischer Rahmenbedingungen, suffizientem Bauen und Wohnen, Sharing Mobility, Bildungsprojekten für suffizientes Leben sowie Marketing für Suffizienz. Der sommerliche Beethovenplatz bot die ideale Kulisse, um in kleinen Gruppen den Status Quo zu analysieren, Baustellen zu identifizieren und Lösungsideen zu spinnen. Klar, dass der Nachmittag dafür viel zu kurz war.

(Nicht nur) deshalb wird es eine Fortsetzung geben. Aus den Workshops wurden Arbeitsgruppen gebildet, in denen die jeweiligen Themen kontinuierlich weiter gedacht werden. Wer Interesse an der Mitarbeit in einer solchen Arbeitsgruppe hat, kann sich an kontakt@wohlstand-neu-definieren.de wenden und wird in den entsprechenden Mailverteiler aufgenommen. Außerdem sind Regionalveranstaltungen geplant, in denen einzelne Themen mit einer breiten Öffentlichkeit diskutiert werden sollen. Eine Folgetagung ist im nächsten Jahr wieder im Klimapavillon vorgesehen, der dann in Jena stehen wird.

Thüringens Weg aus der Wachstumsgesellschaft wird lang und anspruchsvoll werden – mit dieser Tagung wurde aber deutlich, dass es viele Menschen und Ideen gibt, die an seiner Umsetzung mithelfen wollen. Wer informiert bleiben will, folgt den Aktivitäten auf https://fb.me/wohlstandneudefinieren (Facebook).

Fortbildung „Klappern gehört zum Handwerk – Öffentlichkeitsarbeit für ehrenamtliche Mitarbeiter*innen in der Kommunalpolitik, in Vereinen und Verbänden“




Fortbildung PROEA

Die Öffentlichkeitsarbeit verändert sich zusehends. Am derzeitigen Wahlkampf kann man sehen, wie sehr die sozialen Medien den Bereich verändern. Wir wollen die Grundlagen der PR besprechen, sie auf unseren jeweiligen Arbeitsbereich “zuschneiden” und die Teilnehmer*innen befähigen, das Gelernte mit in ihr Arbeitsumfeld / ihren Verein zu nehmen, um die anderen ebenfalls weiterzubilden. Von der Pressemitteilung, über den Umgang mit Journalist*innen, die sozialen Medien bis hin zu Veranstaltungen reicht dabei das Spektrum.

Konkret bestimmt werden die Themen durch die Vorkenntnisse der Teilnehmer*innen und ihre dringendsten Probleme, da die Öffentlichkeit ein so weites Feld ist, dass man, wenn man alles behandeln wollte, nur an der Oberfläche kratzen könnte. Bei Bedarf kann später mit einer weiteren Veranstaltung auf dem Seminar aufgebaut werden.

Die Fortbildung wird begleitet durch Grit Hasselmann. Sie ist erfahrene Journalistin und Moderatorin. Nach Stationen bei Radio PSR, MDR & ZDF war sie jahrelang Programmdirektorin eines freien Radiosenders.

Die Fortbildung findet am 21.04.2018 in der DAKT-Geschäftsstelle, Lutherstraße 5, 99096 Erfurt statt. Um vorherige Anmeldung bis zum 18.04.2018 an info@dakt.de wird gebeten.

Die Teilnahmegebühr beträgt für DAKT-Mitglieder 10 Euro, für Nichtmitglieder 15 Euro.