Windkraft in der Kommune

Online-Infoveranstaltung am Montag, 11. März 2024 um 18 Uhr via Zoom

Liebe Interessierte,

wir laden Euch herzlich zu unserer Info-Veranstaltung ein, die sich mit dem wichtigen Thema der kommunalen Windkraftnutzung in Thüringen befasst.

Erfahrt mehr über die Herausforderungen und Chancen, die sich für Kommunen durch die Festsetzung von Windkraftflächen ergeben können. Dabei beleuchten wir nicht nur die technischen und planerischen Aspekte, sondern auch die finanziellen Möglichkeiten, die sich für Gemeinden durch die lokale Windkraftnutzung eröffnen.

Carsten Meyer, Mitglied der regionalen Planungsgemeinschaft in Mittelthüringen, wird über die Möglichkeiten der Ausweisung weiterer Windkraftplanungen auf kommunaler Ebene informieren und Perspektiven vorstellen, wie Kommunen ihre Planungshoheit nutzen können, um die Windkraftentwicklung im Einklang mit lokalen Bedürfnissen und Gegebenheiten zu gestalten.

Die Veranstaltung bietet zudem die Möglichkeit zum Austausch von Erfahrungen, Ideen und Best Practices im Bereich der kommunalen Windkraftnutzung. Seid gern dabei und bringen Eure Fragen und Anregungen ein!

Datum: 11. März 2024 Uhrzeit: 18 Uhr Ort: Zoom

Wir freuen uns auf Eure Teilnahme und den konstruktiven Austausch.

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Kommunalpolitischer Tag 2023 in Thüringen

am 11.11.23 ab 10 Uhr im Thüringer Landtag, Jürgen-Fuchs-Str. 1, 99096 Erfurt

Liebe Mitglieder, liebe Aktive in der Kommunalpolitik, liebe Interessierte,

am Samstag, 11.11.2023 laden wir Euch von 10:00 bis ca. 14:30 Uhr in den Thüringer Landtag nach Erfurt zu unserem diesjährigen Kommunalpolitischen Tag 2023 ein. Als grüne kommunalpolitische Vereinigung ist dies unser Jahreshöhepunkt und eine gute Gelegenheit mit Euch gemeinsam auf das kommende Superwahljahr in Thüringen mit Kommunal-, Europa- und Landtagswahlen zu blicken.

Vor allem freuen wir uns Euch, als grüne Kommunalpolitiker*innen zusammenzubringen, damit wir gemeinsam die großen Herausforderungen diskutieren und für den notwendigen Schwung für die anstehenden Wahlkämpfe holen können. Dazu haben wir für Euch ein interessantes Programm zusammengestellt.

Für die Eröffnungsrede konnten wir den grünen Oberbürgermeister in Greifswald, Dr. Stefan Fassbinder gewinnen. Er wird uns Einblicke in seine Erfahrungen und Arbeit als Oberbürgermeister der viertgrößten Stadt in Mecklenburg-Vorpommern geben und uns seinen Weg beschreiben, wie in einer ostdeutschen Stadt grüne Inhalte umgesetzt, Mehrheiten gewonnen werden können und wie dort die großen Herausforderungen Klimawandel, Demografie und Demokratie angegangen werden.

Dazu bieten wir Euch drei inhaltlich sehr spannende Workshops an, die Euch in Eurer kommunalpolitischen Arbeit vor Ort besonders stärken sollen.

Im Workshop 1 “Kommunale Wärmeplanung” wird Jürgen Weber, ehemaliger Bürgermeister der Klimakommune Flecken Steyerberg eine inhaltliche Einführung in die Thematik geben. Er wird Einblicke in die Bedeutung, den Ablauf und Ergebnisse der Wärmeplanung geben und dabei immer den Praxisbezug herstellen. Anschließend werden Chancen und Risiken sowie die kommunalen Unterstützungsmöglichkeiten vorgestellt.

Im Workshop 2 „Verkehrswende kommunal“ wollen wir die Bandbreite der verkehrspolitischen Ansätze für eine bessere und nachhaltigere Mobilität besprechen. Dazu konnten wir Wolfgang Aichinger von Agora Verkehrswende und Laura Wahl, die verkehrspolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion gewinnen.

Im Workshop 3 „Umgang mit einem AfD-Bürgermeister/AfD-Landrat“ werden Madeleine Henfling, innenpolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion und Joachim Bender, Experte für Verwaltungsrecht einerseits die (kommunal-)politische Agenda der AfD transparent machen, als auch die disziplinar- und kommunalrechtlichen Möglichkeiten zur politischen Gegenwehr vorstellen. Es bleibt zu befürchten, dass die AfD in den nächsten Kommunalwahlen noch stärker wird. Und darauf sollten wir vorbereitet sein.

Damit wir besser planen können, meldet Euch unten bitte für die Tagung an. Die Teilnahme ist kostenlos. Für Verpflegung in vegetarischer Bioqualität und Getränke wird gesorgt.

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Wir freuen uns auf Eure Teilnahme! Falls Ihr Rückfragen habt, dann schreibt uns gern an info@dakt.de

Einladung und Ablaufplan hier downloaden

Euer DAKT e.V.

Werkstatt „Bürgerräte in Thüringen“ – Was sie bewegen und wie sie genutzt werden können

Liebe Mitglieder, liebe Interessierte,

hiermit machen wir Sie auf die kommende Veranstaltung “Bürgerräte in Thüringen” aufmerksam, die am Dienstag 05.09.2023 von 16-20 Uhr in Erfurt stattfindet. Wir freuen uns auf ihre Teilnahme.

Werkstatt „Bürgerräte in Thüringen“ – Was sie bewegen und wie sie genutzt werden können.

Dienstag, 5. Sept. 2023, 16 – 20 Uhr
Erfurt, Kleine Synagoge
(An der Stadtmünze 5)

Bürgerräte sind ein beliebtes Instrument der Bürgerbeteiligung und seit einigen Jahren in aller Munde. In einem Bürgerrat erarbeiten zufällig ausgeloste Bürger*innen gemeinsam Lösungsvorschläge für Politik und Verwaltung.
Doch wie genau läuft ein Bürgerrat in einer Kommune ab? Welche Vorteile hat er und wo liegen seine Grenzen? Was leisten Bürgerräte für die lokale Demokratie?
Diese und weitere Fragen beantworten die Expert*innen vom Mehr Demokratie e. V. in unserem 2. Werkstattgespräch.

Ablauf

  • 16 Uhr Begrüßung, Vorstellungsrunde, Erwartungen
  • 16:30 Uhr Kommunale Bürgerräte: Wie funktionieren sie? Wo gibt es sie? Wie können sie
    gelingen? – Vortrag von Florian Wieczorek (Mehr Demokratie e. V., Berater
    Kommunale Bürgerräte)
  • dazwischen Pause mit Kaffee & Kuchen
  • 18 Uhr Losverfahren und aufsuchende Beteiligung – Wie funktioniert das?
    Was muss beachtet werden? – Impuls und Diskussion mit Christian König
    (Mehr Demokratie e. V., Koordinator für Ostdeutschland)
  • 19 Uhr Offene Fragen
  • 19:45 Uhr Auswertung und Perspektiven
  • 20 Uhr Ende

Moderation: Christian König

Die Veranstaltung ist für Sie kostenfrei. Wegen begrenzter Plätze bitten wir um Anmeldung.
Bitte anmelden unter: www.renn-netzwerk.de/mitte/buergerraete

Sie haben Fragen, mailen Sie an: Josef Ahlke, josef.ahlke@zukunftsfaehiges-thueringen.de

Veranstaltet von Zukunftsfähiges Thüringen/RENN.mitte und Mehr Demokratie e. V.

Städte der Zukunft – Exkursion zur Schwammstadt Pfaffenhofen an der Ilm

Es ist ein heißer Sommertag, die Sonne knallt bei 30 Grad auf die Menschen herab.
Seit mehr als sechs Wochen hat es nicht mehr richtig geregnet und die Wasserfässer in den Gärten sind leer. Die Blätter in den Bäumen und die Blüten an den Pflanzen lassen den Kopf hängen. Um den größten Schaden abzuwenden, gießen Garten- und Balkonbesitzer*innen seit längerem mit kostbarem Trinkwasser.
Auch Städte und Kommunen müssen seit Jahren ihre Grünanlagen mehrmals die Woche bewässern, um Blumen und Pflanzen zu erhalten. Das kostet die Kommunen zusätzliche Arbeitskraft, Wasser, Zeit und Geld. Es ist unausweichlich das sich Städte den Bedingungen der Klimakrise anpassen müssen, und zwar eher gestern als morgen. Eine Möglichkeit wie Städte die Klimaanpassung schaffen können, ist mit dem Konzept der Schwammstadt. Hierbei werden in der Stadt Flächen geschaffen, die das Regenwasser wie ein Schwamm aufnehmen. Das Wasser geht dabei nicht in der Kanalisation verloren, sondern bleibt in der Fläche. Es spendet den Pflanzen Feuchtigkeit, hilft dabei das Klima in der Stadt in heißen Trockenphasen runterzukühlen und verhindert Überschwemmungen, die ganze Keller oder Wohnhäuser unter Wasser setzten. Eine Stadt die sich immer mehr als Schwammstadt umrüstet ist die Stadt Pfaffenhofen an der Ilm. Um mehr über die Möglichkeiten der Klimaanpassung zu waren wir mit dem Dakt e.V. in Pfaffenhofen und München, um uns die spannende Entwicklung anzuschauen.

Experimentierfläche mit Stauden und Rigolenbewässerung und niedriger Baumbefestigung

In Pfaffenhofen gibt es seit April 2022 eine Pilotanlage, bei der auf der einen Seite die Fläche mit Wasserspeicherelement versehen wurde und zur Kontrolle auf der anderen Seite eine Anlage ohne Speicherelement.

Bildunterschrift: links mit Rigole, rechts ohne Rigole

Mit einer Rigole wird das Wasser unterirdisch aufgenommen, gespeichert und langsam versickert. Dazu ist eine Rigole mit Kies oder anderen, kontakterosionssicher abgestuften Materialien ausgefüllt. Diese Substrate sollen eine hohe Wasserspeicherkapazität besitzen und gleichzeitig soll das Wasser so schnell ablaufen das noch genügend Sauerstoff enthalten ist.

Zudem wird untersucht, wie gut das Substrat gelöste Schadstoffe und Reifenabriebe von Autos abhalten kann. Dieses Wasser kann ohne große Sorge ins Grundwasser gelangen und muss nicht in die Kanalisation abgeleitet werden und verschärft somit nicht noch Hochwassersituationen. Der oben aufliegende Kies hilft die Oberfläche feucht zu halten und unterbindet das sich Samen von oben zu sehr festsetzten können. Der Kies bietet keinen Nährboden für Unkräuter, sodass diese leicht entfernt werden können.

Kies zum feucht halten und als Unkrauthemmer

Eine weitere Neuerung ist, dass der aktuell gehandelte Klimabaum, ein Schnee-Ahorn mit einer Stabilisierung nicht in 1.80 Metern Höhe, sondern bei unter einem Meter angebracht wurde. Dadurch verwurzelt sich der Baum tiefer und stärker und ist besser auf starken Wind und Stürme vorbereitet. Es zeigte sich das höher angebundene Bäume bei starkem Wind schneller entwurzeln, da ihre Wurzeln nicht gut genug ausgeprägt sind. Bei der Bepflanzung wurde auf heimische Pflanzenstauden geachtet, die nur im Anpflanzjahr gegossen werden. Alles, was sich nicht hält, wird entfernt und durch neue Experimentierpflanzen ersetzt.

In Pfaffenhofen findet keine Wechselbepflanzung statt. Die Pflanzen wurden so ausgewählt, dass die Fläche immer in Blüte steht und auch im Herbst und Winter ansprechend aussieht. Die Stadt bewirtschaftet das Areal mit wenig Pflege und wird langfristig die Stadtkasse entlasten. Die Bäume sind mit einer Baumrigole eingefasst und werden fünf Jahre lang gegossen. Das schwarze Band ist einige Zentimeter im Boden und gibt dem Bauhof eine Orientierung wie viel sie den Baum bewässern müssen. Der Baum wird bis zum oberen Rand des Bandes mit Wasser befüllt und kann dann langsam versickern. So werden alle Wurzeln ausreichend mit Wasser versorgt und nicht wie bei Wassersäcken nur die Wurzeln unmittelbar am Stamm. Schon jetzt zeigt sich das die Baumkrone in der Fläche mit Speicherelement deutlich dichter und besser ausgebildet ist.

Baum ohne Rigolenbewässerung

neuer Bürgerpark in Pfaffenhofen an der Ilm

früher Bauhof, heute Bürgerpark

Weiterhin hat sich Pfaffenhofen im Rahmen der Landesgartenschau dazu entschieden die drei Hektar große Fläche des ehemaligen Bauhofs in einen Bürgerpark umzuwandeln und somit den Pfaffenhofner*innen einen Raum zur Entspannung und Begegnung zu schaffen. Zudem wurde in dem Park ein Klimawald angelegt, in dem gehandelte Klimabäume wie Ginko, Blauglockenbaum und Silberlinde wachsen. Der Stadtgärtner Mario Dietrich überprüft, wie sich die Bäume unter den neuen Klimabedingungen entwickeln. Die Ilm hat hier einen neuen Seitenarm erhalten und aus ihrem engen Betonkorsett befreit, so ist die Stadt mit großen Wasserrückhaltebecken auch hier auf mögliche Hochwasserereignisse gut vorbereitet.

ecoQuartier – die erste Schwammstadt in Deutschland

Das ecoQuartier ist vor zehn Jahren mit dem Ziel gebaut worden eine Schwammstadt zu werden. Das Quartier ist ein auf 22 Hektar nachhaltig geplanter Stadtteil und eines der ersten agri-urbanen Stadtentwicklungsprojekte Deutschlands. Bei dem privaten Bauprojekt handelte es sich vorher um Ackerland einer Brauerei, das nun 450 Menschen Wohnraum bietet.

Das ecoQuartier ist in drei Teile aufgeteilt, dem Solardorf, dem Bergdorf und Taldorf. Auch hier ist das Ziel so viel Wasser wie möglich in der Fläche zu halten. Das Wasser verläuft natürliche Wege und wird künstlich gedrosselt und aufgefangen.

Die gesamte Fläche vor allem die Wege und Parkplätze sind mit wasserdurchlässigen Materialien gebaut worden, sodass wo es geht auf Versiegelung verzichtet wurde.

In dem Video werden die Experimentierfelder und das ecoQuartier in Pfaffenhofen gezeigt.

Ehemalige Bayernkaserne wird zum Wohnquartier
für 15.000 Menschen

Areal der Bayernkaserne
Johannes Prügl führt uns durch das Kasernengelände

Seit 2019 befindet sich die circa 50 Hektar große Fläche im Umbau. In der früheren Bayernkaserne in München-Freimann entstehen rund 5.500 Wohnungen für bis zu 15.000 Menschen. In dem Quartier wird es Kindertagesstätten, ein Gymnasium, zwei Grundschulen, einer Förderschule, einer Musikschule und Sportanlagen, sowie andere Begegnungsstätten die das soziale Zusammenleben stärken sollen, geben.

Der Rückbau der Kaserne wird nun genutzt, um einige Experimente mit den bereits vorhandenen Baumaterialien durchzuführen.
Das Bodeninstitut Prügl führt im Auftrag der Stadt München auf einem Feld mit 50 Linden Bodenversuche durch.

Betonmöbel

Hierbei werden die abgebauten Baustoffe wie Ziegelsteine im Verhältnis von 75 Prozent, 50 Prozent und 25 Prozent mit Erde vermischt. Es wird untersucht, wie sich der Boden und die Pflanzen entwickeln sowie die Auswirkungen auf das Grundwasser sind. Bis jetzt zeigt sich, dass die roten Ziegel sehr viel Wasser speichern und die Pflanzen trotz der langen Trockenheit gut mit Feuchtigkeit versorgt werden. Der Boden speichert sogar so viel Wasser, das so gut wie nichts im Grundwasser ankommt, sondern in der Fläche bleibt. Das Lysimeter, das den Bodenwasserhaushalt misst, zeigt zudem, dass keine Verunreinigung im Grundwasser ankommt. Bei der Materialuntermischung von 75 Prozent und 50 Prozent mit normaler Erde zeigt sich, dass der Boden sehr locker und durchlässig ist. Was sonst die Regenwürmer für einen lockeren Boden tun, übernimmt in der ehemaligen Bayernkaserne die Materialmischung. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass altes saugfähiges Material wie Ziegel oder auch Kies nicht teuer abtransportiert werden muss, sondern dem Mutterboden beigemischt werden und somit, wie ein Schwamm fungieren kann.

Mit diesen beiden Experimenten wird nun untersucht, wie die beim Abriss entstandenen Baumaterialien wieder einem neuen Zweck zugeführt und vor Ort verwendet werden können. Bei dem Bodenexperiment zeigt sich, dass die Ziegel für das Konzept der Schwammstadt verwendet werden können und beim Beton das neue Dinge wie Betonmöbel und Straßen gebaut werden. Zukünftig kann das für Bauvorhaben von Städten und Kommunen heißen, dass die anfallenden Materialien beim Rückbau vor Ort verwendet werden können und nicht für viel Geld abtransportiert werden müssen. Für die Reisegruppe war diese Exkursion sehr lehrreich und macht Mut, dass sich eine Stadt widerstandsfähig gegen den Klimawandel aufstellen kann.

Vielen Dank an alle Referent*innen für ihren interessanten Input und ihre Arbeit vor Ort.

Jetzt anmelden! Exkursion zum Thema “Schwammstadt, klimaresiliente Stadt und fahrscheinfreier Nahverkehr” vom 22.-23.06.2023 nach Pfaffenhofen a.d.Ilm

Lange Trockenphasen und starke Regenereignisse, all das kommt immer stärker auf uns und unsere Kommunen zu. Die Stadt Pfaffenhofen an der Ilm hat sich mit ihren vielen Experimentierfeldern und dem Willen sich als “Schwammstadt” aufzustellen, zu einem echten Vorreiter in Sachen ökologischem Stadtumbau im Sinne einer klimaresilienten Stadt gemausert. Mit Experimentierflächen zu Versickerungsanlagen und der Entsiegelung eines großen Quartiers kann evaluiert werden, welche Substrate und Anpflanzungsformen zukunftsweisend für lange Trockenzeiten und Starkregenereignisse sind. Zudem findet sich in Pfaffenhofen die erste richtige Schwammstadt, das sogenannte ecoQuartier.

In einer zweitägigen Exkursion wollen wir uns mit den Themen “Schwammstadt”, “Klimaresiliente Stadt”, “Böden und die Entsiegelung von Flächen” und dem “fahrscheinfreien Verkehr” beschäftigen. Übernachten werden wir im Eco-Quartier Pfaffenhofen – ein in Deutschland einzigartiges Stadtteilentwicklungskonzept, das für das Zusammenspiel der Bereiche Ökologie, Ökonomie und des sozialen Aspekts des Wohnens steht.

Anmeldehinweise:

  • Bis zu 13 Teilnehmer*innen können an der Exkursion teilnehmen.
  • Die verbindliche Anmeldung ist bis einschließlich 20. Mai möglich.
  • Die Kosten der Übernachtung im Hotel Alea Eco, Teile der Verpflegung und die Kosten der Anreise werden von DAKT übernommen.
  • Der Teilnahmebeitrag beträgt 50 Euro und ist vorab zu leisten.
  • Ggf. entstehende Stornokosten sind selbst zu tragen.

Hier anmelden.

Details zum Ablauf

Donnerstag, 22.06.2023
08 Uhr Abfahrt in Erfurt – ca. 12 Uhr Ankunft in Pfaffenhofen

Nach der Ankunft erfolgt eine Führung mit dem Stadtgärtner Pfaffenhofens durch den Versuch „Multifunktionale Versickerungsmulden im Siedlungsraum” sowie Pfaffenhofens Parks bei denen das Thema “Klimawandelanpassung im öffentlichen Grün” besprochen wird.

Am Nachmittag schauen wir uns dann das Eco-Quartier – Deutschlands erste Schwammstadt an.

Am Abend erfolgt ein Gespräch mit dem Mobilitätsteam der kommunalen Stadtwerke zum Thema “fahrscheinfreier Nahverkehr – Stadtbus”.

Anschließend lassen wir den Tag gemütlich ausklingen. Die Übernachtung erfolgt im Hotel Alea Eco.
Freitag, 23.06.2023
Am Vormittag besuchen wir die ehemalige Bayernkaserne in München. Hier besichtigen wir die Versuchsfelder der ehemaligen Bayernkaserne unter Begleitung des Bodeninstituts Prügl, welches Projektpartner der Stadt Pfaffenhofen ist.

Der Versuch „Erden, Böden, Substrate” untersucht im Zuge des Rückbaus der ehemaligen Bayernkaserne die Auswirkungen von Bodensubstraten aus Recyclingstoffen (Bodenaushub, RC-Ziegel) auf den Wasserhaushalt im Boden. Dazu wurden 50 Bäume in unterschiedliche Substratgemische gepflanzt und die Pflanzen, der Boden und das Sickerwasser in diesen Gemischen bewertet.

Anschließend erfolgt die Heimreise. Nachmittags kommen wir wieder in Erfurt an.

20.04.2023: „Heimrevolte – Nicht nur ‚Peter, I love you‘ oder ‚Allet scheiße’“

Theateraufführung mit anschließender Diskussion am 20. April 2023 an der EAH Jena, Start: 19:00 Uhr

Am Fachbereich Sozialwesen wird am 20. April in Kooperation mit der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau, dem FB Sozialwesen, dem DAKT e.V. und dem Aktionsbündnis gegen Geschlossene Unterbringung in Thüringen das Theaterstück „Heimrevolte – Nicht nur ‚Peter, I love you‘ oder ‚Allet scheiße’“ aufgeführt.

Das Theaterstück ist im Rahmen des Projektstudiums „Uni in gesellschaftlicher Verantwortung“ an der Universität Hamburg entstanden.  „Wenn du nicht brav bist, kommst du ins Heim“. Sätze wie dieser prägen seit Jahrzehnten die Erziehung vieler Kinder. Woher kommt es, dass diese Aussage als  Bedrohung wahrgenommen wird? Wieso hat die Heimerziehung so einen weitverbreiteten schlechten Ruf?

Mit diesen Fragen ist der Sinn (in) der Jugendhilfe aufgerufen. Geht es darum, Kinder und Jugendliche in schwierigen Situationen vor allem anzupassen oder darum, Möglichkeiten zu schaffen, Persönlichkeiten zu werden, die gesellschaftlich handlungsfähig sind? Diese und weitere Fragen rund um Heimerziehung als politisches und pädagogisches Konfliktfeld werden über das Theaterstück thematisiert.

In der anschließenden Diskussion mit dem studentischen Ensemble, Vertreter*innen des Thüringer Aktionsbündnisses sowie Jugendhilfepolitiker*innen und dem Publikum wird auch der Bogen zu aktuellen Entwicklungen in der Heimerziehung und zur gegenwärtigen Bedeutung von Zwangsmaßnahmen in der Kinder- und Jugendhilfe geschlagen.

Ort: Medienstudio, EAH Jena, Haus 5, 3. Etage

Beginn: 19:00 Uhr

weitere Infos zum Stück: https://aufbruch.blogs.uni-hamburg.de/heimrevolte/

Denkmalschutz & Klimaschutz – unüberwindbare Gegensätze? Podiumsdiskussion

Der Mühlhäuser Stadtrat hat in seiner Sitzung am 8. Dezember 2022 mehrheitlich die Prüfung der rechtlichen und denkmalschutztechnischen Voraussetzungen für Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Gebäude in der Mühlhäuser Innenstadt beschlossen. Unsere Stadt ist bekannt für die historische Altstadt mit vielen denkmalgeschützten Gebäuden. In der Altstadtsatzung sind Regelungen dazu enthalten, doch es besteht Handlungsbedarf.

Mit der Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes hat die Bundesregierung festgelegt, dass die Errichtung von Erneuerbaren-Energien-Anlagen im „überragenden öffentlichen Interesse“ liegt. Welche Möglichkeiten ergeben sich daher für Stadt und Land? Was ist bisher möglich und was kann möglich gemacht werden? Sind Klimaschutz und Denkmalschutz unüberwindbare Gegensätze? Darüber möchten wir gerne mit Ihnen und unseren Gästen ins Gespräch kommen und laden Sie dafür herzlich zum 4. Mai 2023 ab 18 Uhr (oder besser 18.30 Uhr) ins 3K in Mühlhausen ein.

Unsere Gäste sind:

Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff (Thüringer Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei, sowie Präsident des Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz)

Laura Wahl (Landtagsabgeordnete der Grünen Landtagsfraktion und Sprecherin für Verkehr, Umwelt, Energie Naturschutz, Frauen-, Gleichstellungs- und Queerpolitik)

Dr. Johannes Bruns (Oberbürgermeister der Stadt Mühlhausen)

Hier könnt Ihr Euch anmelden.

Das Förderprogramm LEADER – Möglichkeiten zur Unterstützung der ökologischen Wende am 30.01.23 von 19 – 21 Uhr via Zoom

Seit Jahrzehnten fördert die EU über das Programm LEADER die Entwicklung des ländlichen Raumes auch in Thüringen. Dabei wird basisnah durch Akteure vor Ort über den Einsatz der Mittel entschieden. Ab 2023 gibt es für die 15 sogenannten Regionalen Aktionsgruppen (RAG) jeweils neue Strategien bis 2027, die deutlich stärker ökologische Themen ins Auge fassen.

Der digitale Informationsabend soll für Kommunalpolitiker*innen einen Überblick geben, welche Möglichkeiten für Gemeinden, Vereine und Privatperonen bestehen. Da gerade auch in einigen Landkreisen Aufrufe für Anträge laufen, besteht vielleicht auch die Chance, direkt ins Handeln zu kommen.

Der Dozent Carsten Meyer ist seit 20 Jahren in einer RAG für LEADER aktiv und Stadtrat in Weimar.

Zeit: Montag, den 30. Januar von 19:00 – 21:00

Die Zugangsdaten gibt es hier.

Verkehrsfinanzierung auf dem Weg zur postfossilen Mobilität

Am Mittwoch, 30.11. findet in Erfurt im Rathaussaal in Kooperation mit dem BUND, VCD und dem Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft ein Vortrag mit anschließender Diskussion zur Verkehrsfinanzierung auf dem Weg zur postfossilen Mobilität statt. Herzliche Einladung an alle Interessierten!

Online-Vortrag “Selbst- und Zeitmanagement” am Dienstag 15.11. von 18 bis 20 Uhr via Zoom

In einer kleinen Onlinereihe wollen wir Euch wertvolle stärkende Tipps für das individuelle Bestehen in der (kommunal-)politischen Arbeit mitgeben.

Dazu haben wir die renommierte Gesundheitspsychologin Prof. Dr. Dr. Constance Winkelmann gewonnen, die in zwei Onlinevorträgen am Dienstag, 15.11.2022 jeweils 18 bis 20 Uhr zum “Selbst- und Zeitmanagement und am Dienstag , 22.11.2022 zu “(Kommunikations-)Strategien der Konfliktbewältigung” ausführen wird.

Teil 1 – “Selbst und Zeitmanagement” (15.11.22 von 18 bis 20 Uhr)

Wie können wir Familie, Job, Ehrenamt und unsere persönlichen Bedürfnisse nach Selbstverwirklichung oder Entspannung meistern, um langfristig Erfolg zu haben und dabei glücklich zu sein?

In diesem Vortrag sollen Ihnen Anregungen an die Hand gegeben werden, wie Sie Ihre Zeit besser einteilen und Ihre Ziele erreichen können. Eine gute Tagesstruktur kann dafür sehr hilfreich sein.

Aber selbst bei einer guten Planung des inhaltlichen und zeitlichen Ablaufs kann es zu nicht planmäßigen Herausforderungen und Störungen kommen, auf die Sie sich dennoch vorbereiten können.

So kann der Ausbau der kommunikativen Fähigkeiten hilfreich sein, um Grenzen bewusst zu setzen und stressreiche Situationen vorbeugen bzw. bewältigen zu können.

Hier anmelden.

Onlinevortrag “(Kommunikations-)strategien zur Konfliktbewältigung.” am Di., 22.11.22 von 18 bis 20 Uhr via Zoom

In einer zweiteiligen Onlinereihe wollen wir Euch wertvolle Tipps für das individuelle Bestehen in der kommunalpolitischen Arbeit mitgeben.

Dazu haben wir die renommierte Gesundheitspsychologin Prof. Dr. Dr. Constance Winkelmann gewonnen, die in zwei Onlinevorträgen am Dienstag, 15.11.2022 jeweils 18 bis 20 Uhr zum “Selbst- und Zeitmanagement und am Dienstag , 22.11.2022 zu “(Kommunikations-)Strategien der Konfliktbewältigung” ausführen wird.

Teil 2 – “(Kommunikations-)Strategien zur Konfliktbewältigung”(22.11. von 18 bis 20 Uhr)

Die kommunikativen Fähigkeiten bilden wichtige Ressourcen, um konfliktreiche Situationen vorbeugen und meistern zu können, aber auch um Grenzen bewusst zu setzen.

Aber wann gilt die Kommunikation als gelungen und wer entscheidet das? Wodurch erhalten sich Konflikte aufrecht und wieso wiederholen Sie sich? Und wie kann ich festgefahrene Regeln und Rollen in Konfliktsystemen neu- und umgestalten?

Die Antworten darauf wollen wir in diesem Vortrag unter Verwendung systemischer Techniken und Methoden erarbeiten. Außerdem sollen Strategien vermittelt werden, wie es Ihnen gelingt, mit mehr Gelassenheit in konfliktreichen Situationen reagieren zu können.

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Energiewende in den Kommunen – Aktuelle Situation und konkrete Ansätze für grüne Kommunalpolitik am Donnerstag, 29.09.2022 ab 18:30 Uhr via Zoom

Die Energiewende in den Kommunen ist angesichts der aktuellen Energiekrise drängender denn je. Viele Kommunen haben sich bereits auf den Weg gemacht. Andere jedoch fangen erst jetzt an umzudenken und zu handeln. Dabei sind die Kommunen gesamtgesellschaftlich ein echter Faktor. Schließlich wird über Wärme bzw. Kälte, Strom und Mobilität maßgeblich auf der lokalen Ebene entschieden. Seit langem setzen wir uns kommunalpolitisch für eine Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien ein. Auch auf der Bundesebene tut sich aufgrund der grünen Regierungsbeteiligung mittlerweile einiges.

Gemeinsam wollen wir auf die aktuelle Situation schauen und ganz konkrete Möglichkeiten besprechen, vor Ort im Kommunalparlament die Energiewende voranzutreiben. Heiko Knopf, stellvertretender Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN , Laura Wahl, umwelt- und energiepolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion in Thüringen und ein*e Vertreter*in der ThEGA (angefragt) werden hierzu bundes-, landes- und kommunalpolitische Ein- und Ausblicke geben und natürlich auch Eure Fragen beantworten.

Die etwa ein- bis anderthalbstündige Veranstaltung findet via Zoom statt. Die Zugangsdaten erhaltet ihr hier.

Sensibilisierung für und Umgang mit sexualisierter Diskriminierung, Belästigung und Gewalt (SBDG) am 17.09.2022 in Jena

Am 17. September findet in Jena von 09:30 bis 16:30 Uhr ein Workshop zur Sensibilisierung für und Umgang mit sexualisierter Diskriminierung, Belästigung und Gewalt statt. Dazu laden wir herzlich ein.

Ausgehend von eigenen Beobachtungen und Erfahrungen fassen wir charakteristische Merkmale von SBDG zusammen und vergleichen dies mit rechtlichen Vorgaben (AGG, Richtlinien, StGB). Konkrete Situationen aus dem beruflichen und privaten Alltag werden dargestellt und analysiert. Vorschläge über alternative Handlungsoptionen werden im Rollenspiel ausprobiert und diskutiert. Übungen zu Abgrenzung und zum ,Nein-Sagen’ machen den Teilnehmer*innen bewusst, wie sie sich einerseits selbst besser schützen können und sensibilisieren sie andererseits fdr erlebte oder beobachtete Grenzüberschreitungen. Am Ende des Workshops entwickeln die Teilnehmer*innen Ideen zur Förderung eines gendersensiblen Umgangs, die sie in ihrem privaten und/oder beruflichen Kontext umsetzen können.

Ziel: Die Teilnehmer*innen kennen Kriterien für die Definition von SBDG und haben Grundkenntnisse über die rechtlichen Klagewege. Sie sind sensibilisiert für Grenzüberschreitungen, die sie selbst erleben oder beobachten, wissen um den Zusammenhang zwischen SBDG und Machtstrukturen. Sie haben Ideen zu einem gendersensiblen Umgang miteinander entwickelt und fühlen sich darin gestärkt, diese Ideen im Alltag umzusetzen.

Das Seminar findet im SOBAEXA Coworking-Space statt. Die Leitung des Seminars erfolgt durch Brigitte Reysen-Kostudis, Diplom Psychologin/Psychologische Psychotherapeutin an der Freien Universität Berlin.

Die Adresse lautet Carl-Zeiss-Platz 3 in 07743 Jena.

Hier könnt Ihr Euch anmelden.

Webinar: “Wattbewerb” – Energiewende vorantreiben – PV aufs Dach! am 30. Mai um 18 Uhr via Zoom

Wie kann die Energiewende schneller vorangetrieben werden und Städte, Kommunen und Hausbesitzer*innen ihren Teil dazu beitragen? Eine Möglichkeit liegt in der Sonnenkraft, welche durch Photovoltaikanlagen auf Dächern genutzt werden kann. Bei dem Wettbewerb „Wattbewerb“ geht es darum, den Ausbau der Photovoltaik zu beschleunigen und somit die Energiewende in Deutschland schneller voranzutreiben. Wir wollen daher am Montag, den 30. Mai um 18 Uhr den “Wattbewerb” näher kennenlernen und mit den Initiator*innen ins Gespräch kommen.

Das Ziel des „Wattbewerbs“ ist es, durch Kooperation zwischen Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung und Zivilgesellschaft eine Strategie zu entwickeln, wie die Dachbesitzer*innen in der Stadt überzeugt werden können, ihre Dächer mit PV-Anlagen auszustatten. Hierbei kann es sich um industrielle oder städtische Gebäude sowie Einfamilienhäuser handeln. Die vorhandenen Flächen bieten ein hohes Potenzial und müssen genutzt werden. In der Onlineveranstaltung wird der „Wattbewerb“ einmal vorgestellt und soll Aktive in Genemeinden und Kommunen anhand von Beispielen dazu motivieren die Energiewende direkt vor Ort in die eigenen Hand zu nehmen.

Hier erhaltet Ihr die Zugangdaten.

Seminar: Selbstmanagement in der Kommunalpolitik am 21.05. in Erfurt

Viele Kommunalpolitiker*innen beschäftigt die Frage, wie man all den Stress und die Anforderungen von Familie, Job und oft zahlreichen Ehrenamt gut bewältigen kann?

Gerade in diesen krisenhaften Zeiten, nach zweieinhalb Jahren Pandemie, gesellschaftlich zunehmender Konfliktlagen und Debattenschärfe wollen wir Euch in einem Seminar wichtige Grundlagen des Selbstmanagements in der Kommunalpolitik vermitteln. Es werden systemische Techniken und Methoden vorgestellt, um neue Sichtweisen auf die Dinge zu bekommen und somit auch gelassener in konfliktreichen Situationen reagieren zu können. Außerdem werden Anregungen für eine bessere Planung, Wege die Zeit besser einzuteilen und zur Abgrenzung gegeben. Außerdem soll es darum gehen, wie man die eigenen Ziele nicht aus den Augen verliert und auch in schwierigen Zeiten motiviert bleibt.

Das Seminar wird von Prof. Dr. Dr. Constance Winkelmann geleitet. Sie ist Professorin für Gesundheitspsychologie an der Medical School Berlin, EASC geprüfte Coachin sowie Systemische Beraterin.

Seminarbeginn ist Samstag, 21.05.22 um 10 Uhr, Ende gegen ca. 16:30/17:00 Uhr. Die Teilnehmendenzahl ist auf 15 Personen begrenzt.

Die Teilnahmegebühr beträgt für DAKT-Mitglieder 15,00 Euro und für Nichtmitglieder 30,00 Euro und ist vor Ort in Bar zu entrichten. Eine vegetarische Imbiss- bzw. Mittagsverpflegung und Getränke werden gestellt. Der Seminarort ist die Landesgeschäftsstelle in der Lutherstraße 5 in Erfurt.

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Seminar: Grundlagen des Kommunalrechts am 29.04. in Erfurt (Präsenz)

Am Freitag, den 29. April bieten wir Euch das pandemiebedingt ausgefallene Grundlagen- bzw. Auffrischungsseminar im Thüringer Kommunalrecht an. Das Seminar gibt einen guten Überblick über die Thüringer Kommunalordnung, Gemeinde- und Verwaltungsmodelle, Gemeindeorgane, Kompetenzen und aktuelle Entwicklungen im Kommunalrecht. Auch das Ortsteilrecht wird behandelt. Das Seminar ist sowohl für Einsteiger*innen als auch für langjährige Kommunalis für Auffrischung der Kenntnisse geeignet und wird allen aktiven Mandatsträgern sehr empfohlen. Das Seminar wird von Dr. Carsten Rieder (Abteilungsleiter im Gemeinde- und Städtebund) begleitet und findet am 29. April von 15 Uhr bis 18 Uhr Uhr im Thüringer Landtag, Raum F103 statt. Eine Teilnahmegebühr wird nicht fällig.

Hier könnt ihr Euch anmelden.

Kommunalpolitischer Austausch zum Fluchtgeschehen aus der Ukraine, 28.03.22 um 18 Uhr

Die Aufnahme und Versorgung der geflüchteten Menschen aus der Ukraine beschäftigt Euch und uns sowie die Landkreise, Städte und Gemeinden und die vielen ehrenamtlichen Initiativen in Thüringen derzeit intensiv.

Klar ist, dass viele weitere Menschen in den kommenden Wochen und Monaten noch in Thüringen erwartet werden. Sicher werdet Ihr auch auf der kommunalpolitischen Ebene mit vielen Fragen und Aufgaben konfrontiert. Dazu ist der Austausch unter uns immer wichtig.

Daher laden wir Euch für den kommenden Montag, den 28. März 2022 ab 18 Uhr zu einem Online-Austausch via Zoom ein. Als Expert*innen werden Astrid Rothe-Beinlich, Fraktionsvorsitzend, flüchtlingspolitische Sprecherin im Landtag sowie Stadträtin und Mirjam Kruppa, Thüringer Beauftragte für Integration, Migration und Flüchtlinge an diesem Abend dabei sein und für Eure Fragen und zur Diskussion zur Verfügung stehen.

Die Zugangsdaten erhaltet hier automatisch nach einer kurzen Anmeldung via Web-Formular.

Moderation und Begleitung von Fraktionsklausuren

Politische Arbeit in Landkreisen, Städten und Gemeinden ist superwichtig, anspruchsvoll und manchmal zermürbend – in jedem Fall ist sie verantwortungsvoll und wirksam. Um Eure Arbeit vor Ort in Eurer Fraktion zu stärken, kann es manchmal sinnvoll sein, eine Moderation oder Begleitung von außen zu nutzen. Wir von DAKT e.V. bieten Euch an, Eure Fraktion bei Euren Diskussions- und Entwicklungsprozessen zu begleiten und Euch durch erfahrene Prozessbegleitung professionell zu unterstützen.

Alle Infos findet ihr hier.

Seminar “Selbst- und Zeitmanagement in der Kommunalpolitik” am 05.03.2022 in Erfurt

Oft stellen wir uns die Frage, wie wir unsere Aufgaben, unsere individuellen Ansprüche und all die ehrenamtlichen und politischen Tätigkeiten unter einen Hut bringen können. Das Stresslevel ist hoch, die Konfliktlagen nehmen zu und die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Ehrenämtern ist für viele nicht einfach.

Mit dem Seminar wollen wir Euch daher wichtige Grundlagen des Selbst- und Zeitmanagements vermitteln. Es geht um Anregungen für eine bessere Planung, Wege die Zeit besser einzuteilen, um Abgrenzung und darum wie es gelingt, die eigenen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren, motiviert zu bleiben und die Ziele zu erreichen. Durch systemische Techniken und Methoden sollen Euch Denkansätze vorgestellt werden, um neue Sichtweisen auf die Dinge zu bekommen und somit auch gelassener in konfliktreichen Situationen reagieren zu können.

Das Seminar wird von Prof. Dr. Dr. Constance Winkelmann geleitet. Sie ist Professorin für Gesundheitspsychologie an der Medical School Berlin, EASC geprüfte Coachin sowie Systemische Beraterin.

Seminarbeginn ist Samstag, 05.03.22 um 10 Uhr, Ende gegen 16:30 Uhr. Die Teilnehmendenzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Die Teilnahmegebühr beträgt für DAKT-Mitglieder 15,00 Euro und für Nichtmitglieder 30,00 Euro und ist vor Ort in Bar zu entrichten. Eine vegetarische Imbiss- bzw. Mittagsverpflegung wird gestellt. Der Seminarort wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Anmeldung hier klicken

How to make Kommunalpolitik? Grundlagen und Einführung in die Ratsarbeit. am 14.01.2022 um 20 Uhr

Gewählt und nun? Viele Fragen stellen sich nach der Wahl in den Gemeinderat oder Kreistag? Welche Aufgaben und Themen erwarten einen? Wie bildet man eine Fraktion? Wer ist wofür eigentlich zuständig? Welche Rechte und Pflichten habe ich als Ratsmitglied? Welche Herausforderungen erwarten uns in der Kommunalpolitik?

Antworten auf viele dieser Fragen und mehr wollen wir in einem Webinar vorstellen und diskutieren. Das etwa zweistündige Webinar wird von Madeleine Henfling und Tino Gaßmann, zwei langjährig aktive grüne Kommunalpolitiker*innen, durchgeführt, die Euch Grundlagen vermitteln, Einblicke gewähren und von Ihren Erfahrungen berichten werden.

Hier könnt ihr Euch anmelden.

Webinar “Haushalt ganz praktisch! Einführung in die kommunalpolitische Arbeit mit dem Haushalt.” am 11.12.2021 um 10 Uhr via Zoom

Ihr seid gerade in Haushaltsverhandlungen und wollt wissen, wie man als Vertreter*in der Grünen an dieses dicke Zahlenwerk rangeht? Ihr wollte eine Einführung in die Arbeit mit dem kommunalen Haushaltsentwurf bekmmen? Ihr wollt wissen, woran man die “Sparbüchsen” der Verwaltung im Haushalt erkennt oder habt einfach Lust Euch über Euren Haushalt auszutauschen?

Dann haben wir das richtige Angebot für Euch und bieten Euch zum Thema am Samstag, den 11.12.2020 von 10:00 bis 12:30 Uhr via Zoom ein Einführungswebinar dazu an.

Carsten Meyer, DAKT-Vorstand und langjähriger Kommunalpolitiker, ehemaliger Dezernent der Stadt Weimar und finanzpolitischer Sprecher der Grünen im Landtag wird Euch an diesem Vormittag Grundlagen und mögliche Wege für eine Strategie im Umgang mit dem kommunalen Haushalt vorstellen. Zudem wird er Euch für Eure Fragen zur Verfügung stehen.

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Das Märchen vom Tierschutz. Über das Elend der Masthähnchen. Onlinevortrag und Diskussion mit Dr. Judith Keidel am Montag, 13.12. um 19 Uhr via Zoom

Das Leben eines Masthähnchens dauert von der Brüterei bis zum Schlachthof nur 4 bis 6 Wochen. In dieser kurzen Zeit wird das Tier von 44 Gramm auf das über 50-fache Gewicht gemästet. Das schnelle Wachstum führt zu erheblichen Leiden bei den Tieren. Auch ein Blick in die Antibiotika-Datenbank beweist, dass in unseren Mastställen sehr kranke Tiere leben.

In dem Vortrag von Dr. Judith Keidel (Tierärztin) werden die Lebensumstände eines Masthähnchens beschrieben und Alternativen diskutiert. Gemeinsam wollen wir zudem eruieren, welche kommunalpolitischen Einflussmöglichkeiten es gibt, diesen Missständen entgegen zu wirken.

Die Veranstaltung findet online auf der Plattform Zoom statt. Hier können Sie sich anmelden und erhalten anschließend die Zugangsdaten.

“Fairpachten” für Kommunen – Ein Weg für mehr Naturschutz auf Pachtflächen – Onlineveranstaltung am 08.12.21 um 18 Uhr via Zoom

Am Mittwoch, den 08.12.21 um 18 Uhr laden wir herzlich via Zoom zur digitalen Vorstellung der Initiative “Fairpachten” für Kommunen ein. Hier könnt Ihr mehr darüber erfahren, wie Kommunen über Pachtverträge mehr für die Artenvielfalt und den Schutz von Böden und Gewässern tun können.

Die Förderung der Artenvielfalt und der Schutz von Böden und Gewässern sind wesentliche Aufgaben von Kommunen. Gerade in der Landwirtschaft haben Kommunen die Möglichkeit, sich für mehr Naturschutz auf ihren Flächen einzusetzen und im Dialog mit den Pächterinnen und Pächtern eine naturschonende Bewirtschaftung umzusetzen. Es ist zum Beispiel möglich, auf Pestizide zu verzichten oder das Anlegen von Ackerrandstreifen mit Wildblumen in Pachtverträgen zu vereinbaren.

Der Regionalberater und Bio-Landwirt Ralf Demmerle aus Holzhausen bei Arnstadt von NABU-Stiftung Nationales Naturerbe, stellt das Projekt „Fairpachten“ vor. Fairpachten ist das kostenlose Beratungs- und Informationsangebot für alle, die landwirtschaftliche Flächen verpachten und sich mehr Natur wünschen.

In seinen Vortrag informiert Ralf über die Möglichkeit, Naturschutzmaßnahmen auch zwischen Kommunen und Landwirt*innen in Pachtverträgen zu vereinbaren. Er zeigt auf, welche Naturschutzmaßnahmen für Acker und Grünland sinnvoll sind und stellt das kostenlose Beratungsangebot Fairpachten vor.

Das Projekt Fairpachten wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen des Bundesprogrammes Biologische Vielfalt gefördert.

Die Zugangsdaten für das Meeting erhaltet ihr nach Anmeldung hier.

Seminar: “Grundlagen im Thüringer Kommunalrecht” am Fr., 19.11.21 in Erfurt

Am Freitag den 19.11.21 von 15-19 Uhr findet in Erfurt unser Seminar “Grundlagen im Thüringer Kommunalrecht” statt. Folgende Inhalte wird das Seminar haben, dass wir in Kooperation mit dem Gemeinde- und Städtebund Thüringen anbieten.

Überblick zur Thüringer Kommunalordnung / Gemeinde- und Verwaltungsmodelle (Einheits- und Landgemeinde, Verwaltungsgemeinschaft, erfüllende Gemeinde) / Gemeindeorgane (Bürgermeister, Beigeordnete, Gemeinde-/ Stadtrat, Ausschuss), Kompetenzen / Aktuelle Entwicklungen im Kommunalrecht / Ortsteilrecht

Das Seminar unter der Leitung von Dr. Rieder (GstB Thüringen) soll Euch wichtige Grundlagen im Kommunalrecht vermitteln und Euch die nötige Sicherheit im alltäglichen kommunalpolitischen Umgang geben, die ihr braucht.

Kosten: keine / die Teilnehmer*innenzahl ist auf 15 Teilnehmende nach der 2G-Regel (Geimpfte und genesene Personen) begrenzt

Ort und Zeit: Das Seminar findet in der DAKT – Landesgeschäftsstelle in der Lutherstraße 5, 99084 Erfurt statt. Beginn am Freitag 19.11. ist um 15 Uhr, Ende vor. gegen 19 Uhr

Anmeldung: Hier könnt Ihr Euch anmelden: https://dieanderekommunalpolitik.de/deine-anmeldung/

Verhandlungstraining nach Havard am 09.-10.10.21 in Erfurt

Liebe Mitglieder, liebe Interessierte,

am Samstag, den 09.10. und Sonntag, den 10.10. findet in Erfurt (LGS) ein hochwertiges zweitägiges Seminar “Verhandlungstraining nach Havard” statt, zudem wir Euch herzlich einladen.

Schwerpunkt des Seminars ist das Verhandeln nach der Harvard-Methode, um sachgerecht, lösungsorientiert und fair zu einer „Win-Win-Lösung“ zu kommen. Neben der Vorstellung der Methode, den Grundprinzipien und Phasen einer Verhandlung werden in Trainingsituationen Verhandlungsthemen, -phasen sowie die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung von Verhandlungen trainiert. Außerdem werden Euch verschiedene Steuerungsinstrumente für Verhandlungen vorgestellt. Im Mittelpunkt des praxisnahen und handlungsorientierten Workshops steht außerdem die Aktivität der Teilnehmenden. Durch Theorie-Inputs, Partner*innen- und Gruppenarbeit erhaltet Ihr die Möglichkeit für eine aktive Auseinandersetzung und Reflektion mit den diskutierten und erlernten Methoden und Techniken gegeben mit dem Ziel:

  • Verhandlungskompetenzen stärken
  • Handlungsspielräume erweitern
  • Beziehungen (nachhaltig) verbessern

Kosten: Die Teilnahmegebühren betragen für DAKT-Mitglieder 25,00 Euro und für Nichtmitglieder 50,00 Euro und sind möglichst vor Ort in Bar zu entrichten. Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 15 Teilnehmende nach der 2G-Regel (Geimpfte und Genesene Personen) begrenzt. Dazu wird gebeten einen entsprechenden Nachweise mitzubringen. Eine vegetarische Mittagsverpflegung wird gestellt.

Ort und Zeit: Das Seminar findet in der DAKT – Landesgeschäftsstelle in der Lutherstraße 5, 99084 Erfurt statt. Beginn am Samstag, 09.10. ist um 10:30 Uhr, Ende gegen 17:30 Uhr.  Beginn am Sonntag, 10.10. ist um 10:00 Uhr, Ende gegen 17:30 Uhr.

Hier könnt Ihr Euch anmelden.

Stimmtraining für Kommunalpolitiker*innen am Samstag, 11.09.2021 in Erfurt – JETZT ANMELDEN!

Überzeugungskraft und Wirksamkeit der Kommunikation sind neben Inhalt und Rhetorik auch an die stimmlich-sprecherische Überzeugungskraft gebunden. Diese wird im angebotenen Workshop praktisch und effektiv trainiert. Die Inhalte werden vor Ort an die konkreten Bedürfnisse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer angepasst.

Inhalte
• Optimaler Einsatz der Stimme
• Raum- und Hörer*innenbezug
• Kräftigung der Sprechstimme
• Stimmlich- sprecherische Präsenz
• Stimmige und wirksame Kommunikation

Wo: Das Seminar findet im Thüringer Landtag, Jürgen-Fuchs-Straße 1 in Erfurt im Raum F103 statt.

Wann: Das Seminar beginnt am Samstag, 11.09.21 um 10 Uhr und endet gegen 16:30 Uhr (inkl. Mittagspause)

Wer: Das Stimmtraining wird in Kooperation mit dem Institut für Sprechbildung aus Weimar durchgeführt. Die Teilnehmendenzahl ist auf 15 Personen begrenzt.

Kosten: Der Teilnehmendenbeitrag beträgt für DAKT-Mitglieder 15,00 Euro und für Nichtmitglieder 30,00 Euro und ist am Seminartag vor Ort bar zu entrichten.

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Kommunaler Klimaschutz – Im Austausch mit Anja Siegesmund und Jörg Lummitsch, Dienstag 13.07. um 19 Uhr via Zoom/Youtube

Längst ist Klimaschutz auf der kommunalen Ebene angekommen. Klimaschutzziele, Klimaschutzkonzepte und Anpassungsmaßnahmen werden heiß in den Räten diskutiert. Aber auch das Land unterstützt die Gemeinden, Städte und Landkreise hierbei. So hat das Thüringer Umweltministerium seit Anfang dieses Jahres seine Fördermöglichkeiten für Klimaschutz und Klimaanpassung in Kommunen verdreifacht. Nicht nur der Empfängerkreis wächst, auch der Fördertopf des Landes ist deutlich gewachsen.

Ziel sind wichtige Zukunftsinvestitionen in den Kommunen – von der insektenfreundlichen LED-Straßenbeleuchtung bis zu mehr Grün und Wasser an Hitzeschwerpunkten in eng bebauten Städten. Mit klugen Investitionen in den Kommunen sollen unsere Lebensgrundlagen geschützt und an die bereits stattfindenden Klimaveränderungen angepasst werden. Dies ist eine kommunale Aufgabe der sich viele Kommunen bereits stellen und sicher in den nächsten Jahren weiter stellen müssen. Denn wir brauchen wir Klimaschutz auf allen Ebenen.

Gemeinsam mit Anja Siegesmund, Umweltministerin in Thüringen und Jörg Lummitsch, Leiter des Umwelt- und Naturschutzamtes der Stadt Erfurt wollen wir uns in einer Onlineveranstaltung gemeinsam über den Stand und Perspektiven des kommunalen Klimaschutzes in Thüringen austauschen und gemeinsam ins Gespräch kommen.

Moderiert wird die Veranstaltung von Matthias Schlegel, Referent im Landtag und Vorstandsmitglied bei DAKT.

Die Veranstaltung findet als Videokonferenz bei Zoom statt. Sie können der Veranstaltung hier beitreten. Außerdem streamen wir die Veranstaltung via Youtube, wo sie auch im Nachhinein noch angeschaut werden kann.

Post-Corona-Stadt – Was braucht es jetzt … ? am Mittwoch, 07.07.2021 von 18 bis 20 Uhr via Zoom

Die Pandemie fördert schonungslos zutage, an welchen Stellen unsere Städte und Kommunen nicht mehr funktionieren: Solidarität erodiert, öffentliche Räume und Begegnungsstätten schwinden, für Familien in großen Häusern mit Garten ist das Daheimbleiben oftmals leichter als für Familien in einer drei Raum-Wohnung. Gleichzeitig machte die Pandemie deutlich, dass politischer Wille für den Wandel vorhanden ist.

So wurden vielerorts schnell Regelungen, Vorkehrungen und Veränderungen unter anderem auch auf kommunaler Ebene herbeigeführt. So wurde in Wien eine temporäre Begegnungs- und Fußgängerzone und in mehreren europäischen Großstädten zusätzliche Fahrradwege ermöglicht, um Stadtbewohner*innen einen größeren Abstand zu gewährleisten.

Mittelfristig müssen sich Städte und Kommunen Gedanken darum machen, wie Innenstädte nicht nur Konsum-, sondern auch Lebensräume für die Bürger*innen sein können. Mit einer progressiven Stadtpolitik soll das bisherige Schubladendenken überwunden werden und die Stadt in ihrer Gesamtheit neu gedacht werden. Nötig ist dafür besonders eine Orientierung an Postwachstumsansätzen sowie die Hinwendung zu einer neuen städtischen Beteiligungskultur.

Wie kann die Post-Corona-Stadt eine Stadt für Alle werden? Was bedeutet progressive Stadtpolitik in Zeiten der Klimakrise? Wie kann eine neue städtische Beteiligungskultur gestaltet werden und was braucht es dazu sowohl auf Seiten der Städte bzw. Kommunen als auch auf Seiten der Bürger*innen?

Diesen und weiteren Fragen wollen wir mit der Ilmenauer Stadträtin und grünen MdL Madeleine Henfling und mit Anton Brokow-Loga, Stadt- und Transformationsforscher an der Bauhaus-Universität Weimar nachgehen.


Er beschäftigt sich dort unter anderem mit Transformationsstrategien für einen sozial-ökologischen Wandel und solidarische Lebensweisen. Zudem ist er selbst im Weimarer Stadtrat aktiv und besitzt daher nicht nur eine wissenschaftliche, sondern auch eine praktische Sicht auf kommunale Vorgänge und Themen. Aktuell ist sein neues Buch „Stadtpolitik für alle. Städte zwischen Pandemie und Transformation” mit Frank Eckardt im Verlag Graswurzelrevolution erschienen.

Der Veranstaltung könnt ihr über diesen Link hier beitreten.

Klimaleugner*innen im grünen Herzen Deutschlands

Ein Beitrag von Hannes Muellers

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Einleitung

„Klimaschutz ist die Aufgabe unserer Zeit“ – so beginnt Annalena Baerbock ihre Rede zur Kandidatur fürs Kanzleramt. Es gibt aber Initiativen, die sich das genaue Gegenteil zur Aufgabe gemacht haben. Sie leugnen oder relativieren wissenschaftliche Erkenntnisse und die Realität des menschengemachten Klimawandels. Im digitalen Zeitalter, das Fake-News, Querdenkenden und Verschwörungsmythen immer mehr Plattformen bietet, scheint das zunächst nur wenig verwunderlich. Doch nicht nur im Internet finden sich Klimaleugner*innen. In der deutschen Szene steht eine Initiative im Zentrum – das „Europäische Institut für Klima & Energie EIKE e.V.“  mit seinem Hauptsitz in Jena.

EIKE e.V. – fehlgeleitete Aufklärung aus der Lichtstadt

Das selbsternannte „Europäische Institut für Klima und Energie“ ist ein privater Verein, der 2007 gegründet wurde und sich nach eigenen Angaben aufklärerischen Zielen verschrieben hat. Insbesondere über umwelt- und energiepolitische Belange sollen Bürger*innen aufgeklärt und ihr Verantwortungsbewusstsein befördert werden. Unter diesen hohen Zielen wird dem Verein nach geltendem Recht zugesprochen, eine gemeinnützige Organisation zu sein.

Die Ziele von EIKE werden in den Grundsatzpapieren zu Energie und Klima, sowie der langen Liste an Beiträgen auf der Website deutlich gemacht. Mitglieder des Vereins diffamieren in Blogeinträgen und Publikationen international anerkannte Gremien wie den Weltklimarat der UN und bezeichnen den klimawissenschaftlichen Konsens als Alarmismus. So soll die Bevölkerung auf die scheinbar hysterische Klimapolitik der Bundesregierung aufmerksam gemacht werden.

Die politische Agenda von EIKE – Klimaleugnen wird salonfähig

Kaum verwunderlich also, dass die Expertise von EIKE auch von der AfD-Fraktion zu Rate gezogen wird. Der Vereinsvize Michael Limburg arbeitet im Büro eines AfD-Bundestagsabgeordneten und durch wissenschaftlich anmutende Thesen liefert EIKE der AfD die argumentative Basis für ihr politisches Programm gegen Klimaschutzmaßnahmen.[1] So hilft EIKE der AfD dabei, gesellschaftliche Ressentiments und Spaltung weiter zu befeuern und positioniert sich gleichzeitig in der Rolle der heldenhaften Aufklärer.

Um die eigenen Argumente zu bestärken, appellieren viele Blogeinträge bei EIKE auch an die Brieftasche der Bevölkerung. In den bekannten Verschwörungsnarrativ eingebettet, soll so das Bild einer Elite vermittelt werden, die unnötige Maßnahmen durchsetzen will um deutschen Bürger*innen das Geld aus der Tasche zu ziehen.  

Sich selbst finanziert EIKE nach eigenen Angaben nur durch Spenden von Mitgliedern. Vereinsgründer Holger Thuß ist jedoch gleichzeitig auch Vorsitz des deutschen Ablegers von CFACT, dem „Comitee for a Constructive Tomorrow“, einer Lobbyorganisation aus den USA. EIKE hat nicht nur zu dieser Organisation einen guten Draht, sondern ist auch mit dem amerikanischen Heartland Institute vernetzt. Beide werden unter Anderem von Lobbyunternehmen wie Exxon mobile gefördert. [2]

So überzeugen Klimaleugner*innen – drei Beispiele für Argumentationsstrategien:

Das Vortäuschen von Autorität:

EIKE setzt sich als international agierende und anerkannte Initiative in Szene. Es wird mit Publikationen geworben, die durch peer-review Verfahren das Einhalten wissenschaftlicher Standards vermitteln sollen. Verstärkt wird dieser Eindruck durch die Vielzahl akademischer Abschlüsse, die die Verfasser*innen der Publikationen vorweisen können. So versucht EIKE auf seiner Website, trotz mehr als fragwürdiger Inhalte, den Eindruck wissenschaftlicher Autorität und Glaubwürdigkeit in Fragen des Klimawandels zu vermitteln. Dass diese Autorität nicht wirklich bei EIKE liegt, zeigt sich im Abgleich mit der tatsächlichen Faktenlage. Das Recherchezentrum „CORRECTIV“ bietet beispielsweise auf ihrer Website einen Faktencheck, in dem auch Artikel durchfallen, die von EIKE als empirisch erwiesen dargestellt werden.[3] Durch den Anschein wissenschaftlicher Autorität in einem komplexen Themengebiet wie dem Klimawandel gelingt es EIKE zwar, auf Laien und Fachfremde überzeugend zu wirken – die wissenschaftliche Glaubwürdigkeit bröckelt jedoch, wenn man die Thesen der Initiative mit der überwiegenden Mehrheit wissenschaftlicher Publikationen abgleicht.

Vom Einzelfall zur Regel:

Inhaltlich unterlaufen den Blogeinträgen immer wieder Fehlschlüsse, die wissenschaftlich nicht haltbar sind. Ein Beispiel ist die Annahme EIKEs, dass CO²-Emissionen nicht schädlich seien, da sie für die Photosynthese bei Pflanzen notwendig sind und positive Folgen für die Landwirtschaft hätten. Wissenschaftlich betrachtet stimmt es zwar, dass CO² für Photosynthese benötigt wird – die erhöhte CO²-Konzentration in der Atmosphäre begünstigt jedoch erhöhte Temperaturen, Wetterextreme wie Dürre und andere negative Konsequenzen, die in der Rechnung von EIKE außen vor gelassen werden. Vom Einzelfall, in dem CO²-Emissionen nützlich sind, wird fälschlicherweise darauf geschlossen, dass CO²-Emissionen positive Konsequenzen haben.

Ursache-Wirkung Prinzip:

Auch in der Frage der Verantwortung für den Klimawandel greift EIKE zu kurz. Eine beliebte Argumentation der Klimaleugner verweist auf die geringe Menge CO², die von Deutschland emittiert wird. Da wir nur für rund zwei Prozent der jährlichen globalen Emissionen verantwortlich sind, würden Maßnahmen zum Klimaschutz vor Ort nichts nützen. EIKE missachtet allerdings die Tatsache, dass Deutschland auf Platz elf der weltweit höchsten CO²-Emissionen pro Kopf liegt. Dazu reihen sich eine Vielzahl wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Argumente, die dafür sprechen, trotz unseres augenscheinlich geringen Beitrags zur globalen CO²-Emission Klimaschutz zu betreiben.[4] Die großen Aufgaben des Klimawandels können zwar nur auf internationaler Ebene gelöst werden – die Verantwortung zum Klimaschutz liegt jedoch bei uns allen. EIKE hingegen leugnet und relativiert den kausalen Zusammenhang zwischen unserem Handeln und negativen Konsequenzen für das Klima.

Fazit

Der Klimawandel und seine Konsequenzen sind komplex – fest steht jedoch, dass es einen großen wissenschaftlichen Konsens darüber gibt, dass er menschlich bedingt ist und wir etwas dagegen tun müssen. Ein wichtiger Schritt ist die Aufklärung darüber, dass Klimawandel ernst genommen werden sollte und was man als Einzelperson tun kann.  Dabei ist es wichtig, sich einige Fragen zu stellen, wenn man mit Argumenten konfrontiert wird:

  1. Auf welche Quelle referiert die Argumentation? Liegt wissenschaftliche Expertise vor?
  2. Wird aufgrund einzelner Beobachtungen auf allgemeine Schlüsse gezogen? Wenn ja, ist das zulässig?
  3. Wird eine Ursache-Wirkungs-Beziehung angenommen und besteht diese wirklich? Gibt es andere Wirkungen, die auch berücksichtigt werden?

Diese Liste erhebt nicht den Anspruch vollständig zu sein, sie zeigt lediglich einige Strategien vor, die auch von EIKE verwendet werden. Diese Argumentationsstrategien zu kennen, kann dabei helfen Fakten und Fiktion voneinander zu trennen und Argumente von Klimaskeptikern zu entkräften.


[1] https://www.spiegel.de/panorama/klimawandel-michael-limburg-kaempft-gegen-den-konsens-a-00000000-0003-0001-0000-000001250551

[2] https://www.sueddeutsche.de/wissen/klimaskeptiker-wir-brauchen-keine-klimaforscher-1.6518

[3] https://correctiv.org/faktencheck/2021/05/11/nein-die-entwicklung-des-meereises-am-suedpol-stellt-nicht-die-wissenschaft-ueber-den-klimawandel-infrage/

[4] https://www.klimafakten.de/behauptungen/behauptung-deutschland-verursacht-nur-rund-zwei-prozent-des-weltweiten-co2-ausstosses